Praxis: Die Pause mit Selbstmitgefühl

Die Pause mit Selbstmitgefühl besteht aus einer Reihe von Sätzen, die beruhigen und trösten, wenn Sie Schmerzen haben.

  1. Legen Sie beide Hände auf Ihr Herz, halten Sie inne und spüren Sie die Wärme. Sie können Ihre Hände auch auf jeden anderen Ort auf Ihrem Körper legen, z. B. Ihrem Bauch oder Ihr Gesicht, was auch immer Ihnen Trost und Beruhigung bringt.
  2. Atmen Sie tief ein und aus.
  3. Sprechen Sie die Worte zu sich selbst (laut oder leise) in einem warmen und herzlichen Ton:
  • Dies ist ein Moment des Leidens
  • Das Leiden ist Teil des Lebens
  • Ich darf nett zu mir sein
  • Ich darf mir das Mitgefühl geben, das ich brauche

Der erste Satz „Dies ist ein Moment des Leidens“ soll die Achtsamkeit auf die Tatsache lenken, dass Sie Schmerzen haben. Andere mögliche Formulierungen für diesen Begriff sind: „Ich habe eine wirklich harte Zeit im Moment“ oder „Das tut weh“ und so weiter.

Der zweite Satz „Das Leiden ist Teil des Lebens“ soll Sie daran erinnern, dass Unvollkommenheit ein Teil der gemeinsamen menschlichen Erfahrung ist. Andere mögliche Formulierungen sind „Jeder fühlt sich von Zeit zu Zeit so“ oder „Dies ist Teil des Menschseins“ und so weiter.

Der dritte Satz „Ich darf nett zu mir sein“ dient dazu, ein Gefühl der Fürsorge in die augenblickliche Erfahrung zu bringen. Andere mögliche Formulierungen sind „Ich darf mich selbst lieben und unterstützen in diesem Moment“ oder „Ich darf mich akzeptiere wie ich bin“ und so weiter.

Der letzte Satz „Ich darf mir das Mitgefühl geben, das ich brauche“, festigt Ihre Absicht, sich selbst Mitgefühl entgegen zu bringen. Sie können anderen Sätze nutzen wie „Ich darf mich daran erinnern, dass ich es wert bin, Mitgefühl zu bekommen“ oder „Ich darf mir das gleiche Mitgefühl geben, das ich einem guten Freund geben würde“ und so weiter.

Prägen Sie sich die vier Sätze, die für Sie am angenehmsten scheinen, ein. Das nächste Mal, wenn Sie sich selbst verurteilen oder eine schwierige Erfahrung machen, können Sie diese Sätze als eine Möglichkeit nutzen, sich daran zu erinnern, für sich selbst Mitgefühl zu empfinden. Es ist ein praktisches Werkzeug zur Besänftigung und um unruhige Gemütszustände zu beruhigen.

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Dieser Artikel erschien in der Dezember-Ausgabe 2014  des Mindful Magazins.

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